2016 Yi-Jing-Do im Wandel

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Uwe Wischhoefer

Liebe Kampfkunstfreunde und Yi-Jing-Do Studenten,

vorneweg wünsche ich Ihnen/ Euch ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2016. "Nichts ist beständiger als die Wandlung" lehrt uns der Jahrtausende alte chinesische Klassiker des Yi-Jing. Zum Jahreswechsel 2015/16 scheint diese im Besonderen auch in unserer Kampfkunstschule Programm zu sein und so möchte ich in diesem Blogbeitrag auf die beabsichtigten und bereits umgesetzten Veränderungen hinweisen, die sich für unsere Mitglieder in Bezug auf unseren Unterricht ergeben.

Rückbau Teeladen - Vergrößerung Dochang

Bereits Ende letzten Jahres stand fest, dass wir den 2009 in die Yi-Jing-Do Akademie integrierten Teeladen aus wirtschaftlichen Gründen Ende Dezember 2015 aufgeben müssen. Mit großem Bedauern mussten wir feststellen, dass sich in den letzten Jahren das Konsumverhalten im Laden und Online deutlich verändert hat. Dort wo früher beim Tee die Konsumenten auf eine hohe Qualität und Natürlichkeit der Ware großen Wert legten, steht heute in erster Linie der niedrige Preis und die Bequemlichkeit im Vordergrund. Kaum jemand ist heute mehr bereit für eine gute Tasse Tee den dafür notwendigen finanziellen Gegenwert zu bezahlen und den Umweg in einen lokal ansässigen echten Teeladen in Kauf zu nehmen. Europäische Richtlinien und Verordnungen hatten darüber hinaus im letzten Jahr viele Teesorten, wie z. B. den Bambustee aus unseren europäischen Teeregalen verbannt. Hochwertige Kräuterteesorten, die wir in unserem Teeladen wegen des hohen Heilkräuteranteiles (zwischen 60% bis über 80%) anboten, dürfen zu Letzt auf Grund der neuen EU-Richtlinien nicht mehr mit dem Gesundheitsaspekt beworben werden, es sei denn es gab, wie bei dem von uns angebotenem Zystrosetee, fundierte kostspielige Studien darüber. Was seit Ewigkeiten als Hustentee, Entschlackungstee oder Beruhigungstee schon bei Oma im Regal stand, darf heute nur noch unter Geschmacks- oder Wohlfühlaspekten, Stichwort: "Wellness" im Teehandel angeboten werden. Wenn man jedoch die maßgeblichen Produktmerkmale eines hochwertigen Tees nicht mehr in seiner Werbung hervorheben darf, ist es unmöglich solche Waren im Laden oder auf Plattformen wie Amazon, Ebay etc. mit Gewinn zu bewerben. Hinzu kommt, dass viele jüngere Leutee heute den Unterschied zwischen einem natürlichen hochwertigen Tee und einem, der mit künstlichen Aromen versetzt  wurde kaum noch unterscheiden können. Als Liebhaber von Tee fiel uns die Entscheidung den Laden zu schließen sehr schwer, war jedoch auf Dauer unvermeidlich. Immerhin hat das Ganze zu Letzt für unseren Schulbetrieb doch noch etwas Gutes; Wir konnten durch den Rückbau des Teeladens über 15 m² an Mattenfläche für unseren Unterricht und einen erheblich größeren Raum für unsere Trinkpausen gewinnen.

Kickboxen neben Hapkido und Taekwondo

Seit November 2015 hatten wir für unsere Schüler in den bisher nicht durch geführte Hapkido oder Taekwondostunden belegte Zeiten Montag von 19 bis 20:00 Uhr die Sparte Kickboxen eingeführt. Erstaunlicherweise waren diese Stunden von unseren Schülern und auch von externen Gästen weit stärker belegt als unser traditionelles Kampfkunstangebot. Rückblickend, und ich blicke inzwischen auf über vier Jahrzehnte Kampfkunstunterricht zurück, kann ich feststellen, dass sich auch in diesem Bereich viel geändert hat. Als ich 1974 in Weilheim i. OBB. bei dem damaligen Meister Sigfried Lory mit Jiu Jitsu, einer japanischen Mixtur aus Aikido, Karate und Judo begann, gab es nur ein sehr kleines Angebot an Möglichkeiten überhaupt Selbstverteidigung zu erlernen. Immerhin gab es in Starnberg, dort zogen meine Eltern und ich Ende der 70ger Jahre, einen Boxclub und auch ein Taekwondo Angebot. Voller Ehrgeiz trainierte ich damals beide Sportarten nebeneinander. Diese Kombination aus Fitnesstraining und Sparring (Zweikampf) aus dem Boxen kombiniert mit den schnellen und hohen Fußtechniken auf dem Taekwondo war aus meiner Sicht die ideale Mischung einer effektiven Selbstverteidigung. Mit meinen Kenntnissen aus dem Jiu Jitsu war ich darüber hinaus auch mit Fallschule, Hebeln und Würfen bewandert, so dass ich Anfang der 80er an den so genannten "All Style Fullkontakt Karate" Einzelmeisterschaften unter dem Dach des Taekwondo Profibundes Deutschand (war damals dem Judobund Deutschland angeschlossen) teilnahm. Mein Starnberger Freund Martin Gubo, der später auch Kickboxvizeweltmeister in der WAKO wurde und ich waren damals in Deutschland eine der Ersten, die darüber hinaus auf Boxveranstaltungen im Ring auftraten und Kickboxen, das letztlich ein Mix aus Fauststößen und Schwingern aus dem Boxen und den Tritten des Taekwondo entsprachen, einem breitem Publikum vorführten. Auf unserem Starnberger Selbstverteidigungs- und Kickbox-Workshop, zu dem auch unser befreundeter Hapkido Großmeister Jens Wilke extra aus NRW anreiste, konnten einige unserer Schüler erste Erfahrungen in Kickboxen sammeln und auf unseren wöchentlichen Montagstrainings in Pfaffenhofen vertiefen.

Was Lernen wir aus der Silvesternacht in Köln?

Hunderte Männer vergriffen sich während der Silvesternacht an unzähligen Frauen und die Kölner Polizei konnte dem Treiben keinen Einhalt gebieten. Täglich können wir nun in den Medien erfahren, wem die Schuld an der Miesere zugewiesen wird. Und der Schuldige scheint schnell gefunden. Weitgehend unkontrolliert strömen vor allem Männer im Zuge der Asylpolitik unseres Landes zu uns, deren Werte- und Moralvorstellungen in Bezug auf Frauen, nicht mit unserer in Deutschland gelebten Gleichstellungspraxis einher geht. Unabhängig davon, ob unsere Asylpolitik die Richtige ist oder nicht, steht wohl fest, dass wir in den nächsten Jahren bei gleichbleibendem Zustrom an Menschen mit frauenfeindlichen religiösem oder bedingt durch deren Erziehung vermitteltem männerdominierten Verhalten, eine deutliche Veränderung in unserer europäischen Gemeinschaft erfahren werden. Wir müssen bei solchen Feststellungen jedoch aufpassen, dass wir nicht den Fehler begehen und jeden Flüchtling mit einem potentiellen Verbrecher und Vergewaltiger gleichzusetzen. Als gastgebendes Land, sollten wir dafür sorgen, dass sich unsere Gäste gebührend verhalten und gegebenenfalls ihr Gastrecht verwirken, wenn sie sich nicht den Regeln und Sitten unseres Landes als Gast unterordnen wollen und Straftaten im gezeigten Ausmaß begehen. Da wir auf die Entwicklung in unserem Lande als einzelne Bürger nur bedingt Einfluss nehmen können, stellt sich meiner Meinung doch letztlich nur die Frage, was können wir, also jeder Einzelne von uns tun, damit unsere Gesellschaft eine zivilisierte bleibt? Hetzkampagnen in sozialen Netzwerken schüren nur Ängste und helfen weder uns noch unseren unfreiwilligen oder freiwilligen Gästen. Sollten wir nicht vielmehr unsere Ängste in den Griff bekommen und selbstbewusst ohne Angst auf die Straße gehen können? Jegliche extreme politische oder gesellschaftliche Gemeinschaft schadet unserem Zusammenleben und bringt Leid, Wut und Hass hervor. Soweit sollten wir es bei uns in Deutschland nicht kommen lassen. Vielmehr sollten wir lernen mit den neuen Gefahren vernünftig umzugehen. Erkannte Probleme und Gefahren sind nur noch halb so groß; Wenn wir jetzt noch lernen diesen Problemen und Gefahren durch entsprechende vernünftige Maßnahmen mutig ins Auge zu blicken in dem Wissen, dass wir uns schützen können, sollten wir alles wieder in den Griff bekommen.
 

Was können wir, jeder Einzelne von uns tun?

Wir müssen Ängste abbauen und zwischenmenschliche Brücken aufbauen. Als Kampfkunstlehrer ist es meine Aufgabe meinen Schülern einen Gemeinschaftssinn zu vermitteln. Nur so ist ein vertrauensvolles Training miteinander möglich. In den Partnerübungen und vor Allem auch beim Sparring lernen wir die Schwächen des Anderen und auch unsere eigenen Schwächen kennen. Wir arbeiten an unseren Stärken und bleiben bei allen Partnerübungen stets fair. Durch regelmäßiges Wiederholen werden wir im Umgang miteinander und auch im Kampf sicherer, bis zu einem Zeitpunkt, da wir jegliche Ängste vor einer möglichen Auseinandersetzung mit einem Angreifer verlieren. Dieses so erworbene Selbstbewusstsein gibt uns nicht nur innere Ruhe sondern zeigt sich auch nach Außen als unüberwindbare Stärke. Ohne auch nur ein Wort zu wechseln fühlt der Gegenüber unsere innere Kraft und vermeidet eine Auseinandersetzung mit uns. Das interessante an der Selbstverteidigungskunst ist, dass wenn man sie einmal beherrscht, dass man sie kaum noch physisch gebrauchen wird. Um dieses Bewusstsein jedoch stets aktuell und präsent zu halten, muss man sich auch weiterhin in der Selbstverteidigung üben. Im Hapkido lernen wir die Techniken der Selbstverteidigung, im Taekwondo lernen wir den schnellen und präzisen Einsatz unseres Körpers als Waffe. Im Kickboxen üben wir diese Fertigkeiten in der Praxis. Alle drei Komponennten zusammen bilden eine effektive Einheit in der Selbstverteidigung!

Aktuelle Änderungen bei Yi-Jing-Do

Bonsai Kids trainieren jetzt im Alter von sechs bis 10 Jahren gemeinsam Taekwondo und Hapkido. Für diese Gruppe gibt es noch kein Sparring (Kickboxen)
Kleine Samurai, elf bis 15 Jahre.. Di., Do., Fr. 17:30-18:30 Uhr Taekwondo-Hapkido Training und ohne Beitragserhöhung Montags kindgerechtes Kickboxtraining

Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren (oder fortgeschrittene Schüler) Mo 19:00-20:00 Uhr Kickboxen (bestehende HKD-TKD-Mitgliedsverträge im Januar 2016 gratis)
Ab Februar Kickboxen auch Donnerstags 19:00-20:00 Uhr) Zuzahlungen werden individuell vereinbart. Bitte bei Interesse individuelles Angebot anfordern; Maßgeblich für die Berechnung ist die beabsichtigte weitere Nutzung der bisherigen und der neuen Trainingsmöglichkeiten. Da wir insbesondere bei langjährigen Schülern nie die Beiträge an die aktuelle Preisliste angepasst haben, gleichzeitig jedoch die Kosten für Miete und Nebenkosten sowie die nun erforderlichen neuen Investitionen für Kickboxequipment gestiegen sind, muss bei Nutzung der neuen Kickboxeinheiten, eine adäquate Beitragsanpassung ab Februar 2016 erfolgen. Sofern Ihr einen älteren Mitgliedsvertrag bei uns habt und das neue Trainingsangebot nutzen wollt, sprecht mich im Training darauf an. Wir werden sicher eine passende Lösung finden.

Mit den besten Grüßen
Euer Uwe Wischhöfer

Termine in 2016

Workshops:
Sa. 23.01.2016 Hapkido Workshop in Pfaffenhofen (HKD Kup-Prüfungsmöglichkeit)
Sa. Frühjahr 2016 Kickbox Workshop mit Martin Gubo (Termin folgt)

Prüfungen:
Sa. April 2016 Taekwondo/Hapkido Kup Prüfung
Sa. Juli 2016  Taekwondo/Hapkido Kup Prüfung
Sa. Nov/Dez Taekwondo/Hapkido Kup + (Danprüfung bei GM. Jens Wilke)

Kickboxen Probestunde in Pfaffenhofen

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Euer Uwe Wischhöfer

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