Kickboxen - Gürtel - Do ?

  • Uwe Wischhöfer
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Uwe Wischhöfer erstellte das Thema Kickboxen - Gürtel - Do ?

Kickboxen und Gürtel

Anfang der 80er Jahre bot uns Kickboxen (damals noch: "Full Kontakt all Style Karate"), die ideale Gelegenheit, die in den traditionellen Systemen erlernten Techniken in einer realistischen Kampfsituation auszutesten. Ein Gürtelsystem wäre völlig unsinnig gewesen, da die Kämpfer aus den verschiedensten Kampfkünsten antraten und dies nur Verwirrung gestiftet hätte. Wir wollten realistische Erfahrungen in einem Kampfring sammeln und das eigene Kämpfen verbessern. Bedingt durch das KO System gewann damals der, der am Ende noch stand oder schlichtweg den besseren Kampf führte. Aus meiner Sicht machen Gürtel im Kickboxen auch heute noch keinen Sinn, wenn man am Kampf selbst interessiert ist. Wenn jedoch außer Kickboxen keine anderen "traditionellen" Kampfkünste von den Kämpfern ausgeübt werden, besteht die große Gefahr, dass das Technikrepertoire der Kämpfer sehr eingeschränkt sein dürfte und die Ausführung der selben ebenso dürftig in der Ausführung sein muss. Kein Wunder dass manche Kickboxer auf Low-Kicks schwören, wenn Sie zuvor nie gelernt hatten, ihre eigentlich längste Waffe auch entsprechend mit Dehnübungen zu trainieren (Frauen- u. Herrenspagat) und diese im Kampf durch ein ordentliches Standbeindrehen richtig einzusetzen, so dass Distanzen besser überwunden werden können. Gürtel sind für den Kämpfer und damit für den Kickboxer aus meiner Überzeugung da, um die Hosen oben zu halten.



Kickboxen und Do?

"Do" wird von manchen Kampfkünstlern schlicht und einfach als "Etikette in der Kampfkunst, dem Weg oder der Philosophie" übersetzt und lässt mich befürchten, dass sich sich diese nie wirklich mit dem wahren Sinn des Do auseinander gesetzt haben. Wenn man bedenkt, das dieses "Do", die japanische oder koreanische Übersetzung des chinesischen Begriffes "Dao" oder "Tao" bedeutet, wird schnell klar, dass es genau das Gegenteil einer festgelegten, einengenden Etikette bedeuten muss. Laotzi, dem wir das "Daodejing", (Taoteking) verdanken, beschrieb das Dao in seinem Ersten von 81 Versen indem er wie folgt begann: "Das nennbare Dao, ist nicht das wahre Dao..." Wer sich mit dem wahren DAO und damit dem Do beschäftigt, dem kann nicht entgangen sein, das Kickboxen zur Gänze mit DAO (Do) zu tun hat. Erst derjenige, der in der Lage ist, seine Traditionen und seine Techniken zu vergessen (zuvor sollte er diese jedoch erlernt und beherrscht haben), wird in der Lage sein, in völliger Aufmerksamkeit und Bereitschaft seinem Gegner gegenüber zu treten. Nur der Kickboxer wird in einem Kampf bestehen und in den Flow mit dem ewigen DAO und seinem Tun kommen, dem es gelingt, loszulassen und das Nötige dem Dao zu überlassen. Wenn "Es kämpft", dann bist Du im Flow und eine Einheit mit dem Dao. Ohne Zugang zum Dao (Do) ist Kickboxen nur eine Anhäufung von Techniken, die gegeneinander angewendet werden. Ein völlig sinnloses und gefährliches Auftreten!

Nachfolgend ein Artikel, den ich 2012 im Taekwondo Aktuell Magazin zum Thema: Auftreten (im Dao) verfasst habe.

kihap.de/kunena/i-ging-buch-der-wandlung...-10-das-auftreten/63

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UWE WISCHHÖFER
NLP-Practitioner + NLP-Master (DVNLP)
4. Dan Hapkido + 4. Dan Taekwondo
YI-JING-DO Akademie • Unterricht & Coaching
• HAPKIDO-magazin.de
D-85276 Pfaffenhofen, Spitalstraße 3-5
• Mail: • Mob. 0171 7588901
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